Der Berzdorfer See Oberlausitz Sachsen
Der künstliche See befindet sich in der Nähe von Görlitz. Nachdem die Braunkohlenförderung im Tagebau aufgegeben wurde, wurde er mit Wasser aus der Neiße und der Pließnitz geflutet. Der gesamte Berzdorfer See hat eine Ausdehnung von rund 5 Kilometern. Die Breite beträgt rund 2 Kilometer. Nach vollständiger Flutung wird die nutzbare Wasserfläche 960 Hektar betragen, also beste Voraussetzungen für vielfältige Freizeitmöglichkeiten am See. Seit 1835 wurde Braunkohle wirtschaftlich genutzt. Anfangs wurde die Braunkohle unter Tage in der Nähe von Berzdorf gefördert. Nachdem größere Maschinen zu Verfügung standen, setzte sich aus wirtschaftlichen Gründen der Abbau der Braunkohle ab 1919 im offenen Tagebau durch. Eine erste Flutung durch Grundwasser fand schon ab 1927 statt. Zu damaligen Zeiten lohnte sich der wirtschaftliche Abbau nicht mehr. 1946, zu DDR Zeit wurde wieder mit dem Abbau der Braunkohle im großem Umfang begonnen. Zu besten Zeiten der Braunkohlengrube wurde bis zu 50.000 Tonnen Braunkohle am Tag gefördert.
Entspannung auf einer Sitzbank am See. Rechts im Bild ist noch etwas die Landeskrone von Görlitz zu erkennen. Einige Orte mussten während des Kohleabbaus umgesiedelt werden, unter anderem Deutsch Ossig. Für die Einwohner damals bestimmt eine schwere Endscheidung, die Heimat zu verlieren. Auf der einen Seite gab der Tagebau die Möglichkeit sich seinen Lebensunterhalt zu verdienen, aber zu welchem Preis. Straßen, Flüsse und Dörfer wurden verlegt.
Erinnerung Braunkohletagebau Berzdorf Kraftwerk Hagenwerder. Es waren noch rund 60 Millionen Tonnen Braunkohle in der Erde, aber der wirtschaftliche Abbau hat sich nicht mehr gelohnt. Das Kohlekraftwerk hätte umwelttechnisch umfangreich umgerüstet werden müssen.
Wenn der Berzdorfer See voll geflutet ist, können Schiffe an dem Seesteg anlegen.
Fahrradtour Berzdorfer See. Im Frühjahr 201 konnte man schon um den See fahren. Der Rundweg war aber noch nicht komplett fertig.
Kormoran Kolonie Berzdorfer See. Manche Nester des Kormorans waren nur wenige Centimeter über den Wasserspiegel. Die Vögel leben ja hauptsächlich von Fischen. Viele Kormorane waren zu sehen - viele Fische im See? Gute Möglichkeiten zum Angeln?
Bootshafen Tauchritz.
Zukünftige Badestelle.
Gigantische Maschinen wurden zum Abbau der Braunkohle verwendet. Der Schaufelradbagger hat eine Höhe von über 33 Meter. In einer Schaufel war Platz für 1200 Liter Abraum oder Braunkohle. In Hagenwerder Ortsteil Tauchritz kann das technische Denkmal besichtigt werden. Weitere Seen in Sachsen Ostdeutschland, welche aus einem ehemaligen Tagebau entstanden sich Bärwalder See und Olbasee. Wenig bekannt ist, das auch der Halbendorfer See ein ehemaliger Braunkohlentagebau ist. Dort befindet sich ein schöner Campingplatz in der Lausitz.
Aussichtspunkt am Rundweg.