Der Findlingspark Nochten in der Lausitz in Sachsen
Der Findlingspark wurde 2004 in der Nähe von Nochten eröffnet. Auf dem ehemaligen Tagebaugelände wurden mehrere Tausend Steine auf einer Fläche von rund 20 Hektar ausgestellt. Alle wurden im Tagebau Nochten beim Kohleabbau gefunden. Die Steine stammen ursprünglich aus Skandinavien und wurden während vergangener Eiszeiten aus dem Norden Europas in diesem Gebiet abgelagert. Die Steine befanden sich über den Abraum des Kohleflözes. Wenn eine Baggerschaufel auf einen großen Findling trifft, kann sie dabei leicht beschädigt werden. In der Folge treten teure Reparaturkosten auf. Deshalb müssen die Steine immer vor der Kohleförderung beseitigt werden. Betrieben wird der Steinpark vom Förderverein Lausitzer Findlingspark Nochten. Das Ausflugsziel in Sachsen ist für Gartenfreunde und an der Natur interessierte und für die ganze Familie als Tagesausflug zu empfehlen. Man kann sich viele Anregungen für die Bepflanzung für den eigenen Steingarten am Haus holen. Steingartenpflanze sind sehr genügsam und kommen auch recht häufig in der lausitz in der freien Natur vor. An einigen Tagen kann man auch Gartenpflanzen kaufen. Mehrmal im Jahr finden Veranstaltungen statt. Ein größerer Parkplatz Besucher der Ausstellung befindet sich am Eingang.
Blick Richtung Aussichtsberg. Es wurden verschiedene Themenbereiche geschaffen, wie Geröllsteppe, Heidegarten und Steingarten. Man findet Ideen für die eigene Gartengestaltung.
Viele Steine tragen ein Hinweisschild über Art und wo sie ursprünglich gelegen haben. Manche Findlinge wurden auch geschliffen, um die feine Struktur zu zeigen. Zurzeit sollen es über 5000 größere Steine sein.
Für Kinder gibt es einen größeren Kinderspielplatz, Wüste genannt. Ein Picknickplatz für die ganze Familie und kleine Gruppen ist in der Nähe des Spielplatzes angelegt worden.
Viele Wege führen durch den Findlingspark. Verschiedene Baumarten wurden gespendet von Baumpaten. Sie können zur Förderung des Findlingsparkes für 50 Euro einen Baum pflanzen. Ein Namensschild weist auf den Spender hin. So kann man an einen Verstorbenen erinnern.
Für Kinder gibt es im Gartenpark mehrere Möglichkeiten sich mit der Natur zu beschäftigen.
Zwischen Steinspalten blühen mehrere Steinkrautarten. Steinkräuter gehören zu den Kreuzblütengewächsen. Die meisten Arten sind im Mittelmeergebiet beheimatet und können auch längere Trockenperioden überstehen. Viele dieser Pflanzen strömen zur Blütezeit einen schönen Duft aus und locken viele Bienen an.
Im Kakteengarten blühen verschiedene Kakteen und Sukkulenten. Hauptsächlich ist es wohl der Feigenkaktus, welcher winterhart ist, zu sehen ist. Viele der Kakteen tragen auch Samen.
Im Heidegarten blühen mehrere Arten von Heidekraut in verschiedenen Farben, im Spätherbst. Übrigens soll es über 800 Arten dieser Pflanzengattung auf der Erde geben. Meistens sieht man in heimischen Gärten aber die Besenheide, welche in vielen Farben gezüchtet wird.
Im Hintergrund ist das Kraftwerk Boxberg, welches Strom aus Braunkohle erzeugt, zu sehen. Das erste Kohlekraftwerk wurde zu DDR Zeit im Jahr 1966 gebaut.
In der kleinen Gaststätte kann man einen Imbiss kaufen. Das Restaurant befindet sich am Eingang. Bei unserem Besuch gab es auch die Möglichkeit Pflanzen für den eigenen Garten zu kaufen.
Auf der Insel Usedom befindet sich der Usedomer Steingarten. Dort ist eine Steinsammlung zu sehen. Im Wald befindet sich ein Kletterwald.
Der Steinpark ist vom 15. März bis zum 15. November 2011 geöffnet.
Von der Gartenanlage führt ein Fahrradweg zum Aussichtsturm im Tagebau Nochten, von dem können sie das Geschehen rund um eine Braunkohlentagebau beobachten. Weiterhin könnten sie eine Radtour auf dem Wolfsradweg unternehmen.